
Presse, Streuung, Redaktion - Was ist was?
Als Satz bezeichnet man in einer Druckerei, einem Verlag o. Ä. den Arbeitsschritt, der durch ein technisches Verfahren aus einer Vorlage (einem Text, Grafiken, Bildern usw.) eine drucktaugliche Form herstellt. Auch das Produkt des Setzvorgangs selbst wird als „Satz“, die Tätigkeit als „setzen“ bezeichnet.
Der Teil einer Zeitungsseite, der für den Druck genutzt werden kann. Um den Satzspiegel herum bleibt ein nicht bedruckbarer Papierrand stehen.
Als Schlagzeile (auch englisch Headline) bezeichnet man in der Regel die Überschrift einer Anzeige oder einer Zeitung, Zeitschrift oder Broschüre.
Die Aufgabe einer Schlagzeile besteht darin, die Aufmerksamkeit eines flüchtig und selektiv lesenden Betrachters zu erzielen, ihn anzusprechen und auf den anschließenden Fließtext zu leiten. Schlagzeilen und Überschriften helfen dem Leser zu selektieren, was ihn interessiert und was nicht. Untersuchungen zufolge lesen doppelt so viele Leser die Überschrift eines Artikels wie den Artikel selbst.
Dazu muss sie, auf ein ähnliches oder sehr lebendig gestaltetes Umfeld abgestimmt, sichtbar herausragen und ihren Inhalt sehr kurz, verständlich und prägnant darbieten und dabei nicht den Inhalt des Artikels verfälschen. Eine Schlagzeile muss eingänglich sein, auffallen und zugleich verstanden werden. Um mehr Aufmerksamkeit zu generieren, wird oft mit einer sprachlichen Zuspitzung gearbeitet.
Die Schriftgröße in der Zeitung, auch Schriftgrad genannt, dient zur Unterscheidung der verschiedenen Titel: Kopfzeile, Hauptzeile, Unterzeile.
Sie trennt optisch die Bestandteile Titel oder Schlagzeile, Vorspann und Bericht oder Meldung. Vorspänne sind die Zusammenfassungen oder Leads, die am Beginn eines längeren Berichts in diesen hineinziehen sollen. Oft ist ihre Schrift einen Grad größer als der nachfolgende Bericht. Spezialnachrichten für einen kleineren Leserkreis werden in der Regel in einer kleineren als der normalen Lese-Schriftgröße veröffentlicht. Dazu zählen Börsenkurse und Handelsregister, Sportergebnisse, Gewinnzahlen und Gewinnquoten.
Das Social Media Release (seltener auch unter dem Begriff "Pressemitteilung 2.0" bekannt) ist ein PR-Werkzeug, das für den Gebrauch im Internet optimiert und konsequent multimedial ausgerichtet ist. Es wendet sich nicht nur an Journalisten, sondern auch an Blogger und sämtliche andere Interessierte. Im Gegensatz zur Pressemitteilung enthält das Social Media Release einzelne Elemente wie Text, Audio und Video, Infografiken und andere Dokumente, die jeweils separat aus dem SMR heraus verarbeitet werden können. Auch Links, die zu weiteren Informationen zum Thema führen, sind oft Bestandteil von Social Media Releases.
Zielgruppe für diese Art der Informationsaufbereitung sind vor allem die Multiplikatoren der Web 2.0-Auftritte, also von Blogs, Meinungsportalen, Moderatoren von Foren oder Social Communities. Genutzt werden Social Media Releases auch verstärkt von Online-Redakteuren, die durch die übersichtliche Struktur ihre eigenen Beiträge unkompliziert mit Audio- oder Videomaterial anreichern können beziehungsweise auf einem Blick die wichtigsten Aussagen einer PR-Mitteilung erfassen können.
siehe auch PR-Modul Materndienst Online
Eine Anzeige in einer Zeitung/Zeitschrift, die ein anderes Format als die von diesem normalerweise angebotenen Standardformate hat.
Redaktioneller Sonderteil zu regelmäßig wiederkehrenden Themen oder besonderen Anlässen der in eigenständiger Gestaltung als Beilage oder integrierte Zeitungsseite mit dazugehörigen Anzeigen erscheint.
Zeitungsseiten sind senkrecht in Spalten eingeteilt. Zahl und Breite der Spalten variieren je nachdem, ob sie sich im redaktionellen Teil oder Anzeigenteil befinden. Die Spaltenzahl variiert je nach Format.
siehe auch Berliner Format / Rheinisches Format / Nordisches Format
Ansprache der Gesamtbevölkerung - oft mit speziellen Thematiken (z.B. Jagen, Essen, Golf etc.) Redaktionelle Schwerpunkte begrenzten die Reichweiten bedingen aber ausgeprägte Leserschafts-Schwerpunkte. Oft mit anspruchsvoller und hochwertiger Ausstattung.
Eine Sperrfrist ist eine zeitliche Veröffentlichungssperre für Nachrichten und Informationen. Sperrfristen werden eingesetzt, wenn den Medien Informationen vorab zur Verfügung gestellt werden sollen oder müssen, um eine fundierte Berichterstattung zu ermöglichen, gleichzeitig eine vorzeitige Veröffentlichung verhindert werden soll.
Als Spitzmarke wird im Journalismus eine einleitende Information zu Beginn einer Nachricht oder einer Pressemitteilung bezeichnet.
Spitzmarken werden vor allem in Zeitungen, von Nachrichtenagenturen und im Hörfunk verwendet. In Hörfunknachrichten macht die Spitzmarke auch den Anfang eines neuen Themas deutlich und unterstützt damit die Gliederung der Nachrichtensendung.
Stehsatz oder Stehender Satz ist ursprünglich ein Fachbegriff aus dem Buchdruck. Die einzelnen Bleisatz-Seiten eines Buches wurden nach dem Druck auf Bretter oder feste Pappen geschoben und für eine spätere Neuauflage in Stehsatzregalen übereinander gestapelt. Die Seiten, auch Blöcke für Visitenkarten, Geschäftsvordrucke, Formulare, etc. wurden, um ein Auseinanderfallen zu verhindern, mit einer Schnur ("Kolumnenschnur") zusammengebunden ("ausgebunden"). Für diese Arbeit, mit ihren speziellen Bindetechniken und Knoten war die Ahle des Setzers wichtiges Werkzeug. Im Stehsatz konnte früher in den Setzereien ein Buch je nach Umfang ganze Wände einnehmen und mehrere Tonnen wiegen.
Heute wird der Begriff in journalistisch arbeitenden Redaktionen häufig für bereits fertiggestellte Artikel oder Beiträge verwendet, die in der aktuellen Ausgabe einer Publikation nicht veröffentlicht wurden und als „Stehsatz“ für eine mögliche Veröffentlichung in einer der kommenden Ausgaben eingeplant werden.
Beschreibt den zeitlichen und mengenmäßigen Einsatz von Werbeträgern einer Werbekampagne. Zu welchem Zeitpunkt werden in welchen Medien welche Werbemittel eingesetzt. Basiert auf vorgegeben Etat-Rahmen (Einschaltkosten) und Vorgaben über Zielgruppe, Werbemittel-Eigenschaften sowie auf Vorgaben, die sich aus dem Werbeziel ergeben.
Das Maß, in dem eine werbliche Botschaft Personen erreicht, die nicht zur definierten Zielgruppe gehören.
Ein Supplement ist ein beigelegtes, in sich geschlossenes redaktionelles Ergänzungsmedium für Zeitungen sowie einige Zeitschriften.
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